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Opco 12: Beobachtungen zum Vortrag Dr. Igel: Lernen mit Mobile Apps

Wie lerne ich mit Apps?

Vor der Live Session mit Dr. Igel fragte ich mich: Was hast du durch/mit/von Apps gelernt?

Zunächst: Ich weiß jetzt, was Apps sind und wie man sie im Appstore bezieht. Ähnliche Lerneffekte zeigten sich übrigens auch bei meinen Kindern recht flott. Apps erleichtern das Leben. Apps unterhalten. Apps liefern mir Informationen, wenn ich unterwegs bin. Und da beginnt dann das „richtige“ Lernen: Wann wurde diese Burg errichtet? Wer war dieser Gelehrte? Kennst du den Vogel da?

Apps bereichern das Leben ungemein. Eine Weltbibliothek in der Hosentasche. Die Informationen, die ich über die Apps beziehe, können meinen Blick auf die Welt von einem auf den anderen Moment verändern.

Doch weg von den Apps, die den Alltag bereichern, informieren, Spaß machen hin zu den Lern Apps. Wie? Was? Dürfen Lernapps keinen Spaß machen, informieren und bereichern? Klar, das ist das hehre, didaktische Ziel.

Basteln Sie eine App? Schwieriges Unterfangen. Das App-Autorentool für den Pädagogen existiert wohl noch nicht. (Exkurs iPad: iBookauthor ist ein Programm, mit dem sich interaktive Lehrbücher am heimische Mac gestalten lassen, die man dann mit etwas administrativen Aufwand für das iPad nutzbar machen kann.)

Aber: Apps auf Smartphones könnten helfen den schulischen und universitären Unterricht mit der „wirklichen“ Welt zu verknüpfen, wenn die Teilnehmer z.B. Informationen während Exkursionen direkt beziehen bzw. einspeisen könnenk, sich vernetzen.

Was war bemerkenswert am Vortrag von Dr. Igel?

Klar, die zahlenmäßige Verbreitung von Apps im Allgemeinen hat mich überrascht. Natürlich auch die Idee der „Learning Cloud“ mit einer Million Teilnehmern bei einem Kurs. Doch Zahlen sind nicht alles. Wie steht es um die Qualität der Lernerfahrung bei solchen Massenevents? Wie kann hier beispielsweise das Lernen in Arbeitsgruppen funktionieren?

Was fiel auf im Chatbereich?

Offensichtlich gibt es in Schulen noch viele Restriktionen bzgl. Smartphones. Teilen Smartphones und Apps hier beispielsweise das Schicksal der Serious Games, die unter dem ambivalenten Image der Computerspiele leiden und immer wieder ihren didaktischen Mehrwert beweisen müssen?

Die Schlüsselfrage:

Dr. Igel stellt zum Schluss die entscheidende Frage: Welchen didaktischen Mehrwert bieten die Geräte bzw. die Apps? Hier ist die Qualität des Inhalts entscheidend. Als lehrende Organisation sollte man nicht nur dabei sein, weil es angesagt ist, sondern weil Mobile Learning den Lern- und Lehrhorizont erweitert.

Allgemeine Anmerkung zur Session:

Dr. Igel lieferte einen eindringlichen und engagierten Vortrag über sein Arbeitsgebiet. Schön, dass er sich nicht in unfruchtbarer Definitionshuberei verlor, sondern sehr konkret und anschaulich referierte.

Leider fehlte mir etwas der Bezug zum Horizon-Report. Hier merkte er nur an, dass er die Einschätzungen der Experten wohl als zu optimistisch einschätzt. Hier wünsche ich mir bei den folgenden Vorträgen einen stärkeren Bezug zum Report.

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OpenCourse 2012 oder: Welche Mensa überwacht mit RFID-Lesern ihr Geschirr?

Das ist ein Mikroblog. Wie? Was? Das ist doch nicht Twitter! Mikroblog im Sinne von: Begrenzt auf die Zeit des Opco 12 begleite ich kommentierend und nachdenkend die Veranstaltung.

Dabei beschäftigen mich einige Fragen.

Zunächst und grundlegend: Wo geht die Lernreise hin? Sitzen in 1, 5 oder 10 Jahren die Kinder allesamt mit iPads im Klassenraum?

Oder hat sich der klassische Lernverband längst aufgelöst und Homeschooling wurde zum preisgünstigen Standard?

Besonders neugierig bin ich auf konkrete Beispiele:

Wer nutzt Apps und Tabletts wirklich im Seminar, der Vorlesung? Wie kann Gamebased Learning an den Universitäten eingesetzt werden? Wie nutzen wir gestenbasiertes Computing bei der Sportlehrerausbildung? Und: Welche Mensa überwacht mit RFID-Lesern ihr Geschirr?

Wie verändern die neuen Techniken das Lernen? Lernen wir kreativer, abwechslungsreicher? Festigen sich die Inhalte schneller, einfacher, besser? Oder sparen wir einfach nur Zeit, wenn wir Apps statt Büchern nutzen? Und: Hält unser Gehirn da noch mit? Oder braucht es nicht immer Zeiten, um Neues zu verarbeiten, einzusortieren etc.?

Wie technikaffin sind eigentlich die einzelnen Fachbereiche?

Nun, ich erhoffe mir Antworten auf diese Fragen. Ich wünsche mir Inspiration. Ich wünsche allen eine anregende Session.

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